Frauen-Finale steuert auf Rekordkurs: 21.500 Karten sind bereits verkauft!

Foto: M. Becker

Duisburg/ Köln (zi-). Der Countdown läuft – und die Begeisterung nimmt ganz offensichtlich zu: Wie der DFB als Veranstalter mitteilt, ist beim Kartenverkauf für das erste eigene deutsche Frauen-Pokalfinale zwischen dem FCR 2001 Duisburg und dem FF USV Jena die sehr ehrgeizig selbst aufgestellte Schallmauer von 20.000 verkauften Karten am Dienstag durchbrochen worden; denn nun sind bereits 21.500 Tickets von den Fußball-Fans erworben worden! Nicht nur die DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg freut sich: “Das ist ein tolles Zwischenergebnis. Damit hat sich schon jetzt auf eindrucksvolle Weise bestätigt, dass der Schritt in die Eigenständigkeit der richtige Weg war. Ich freue mich über diesen großen Zuspruch, den das DFB-Pokalfinale der Frauen in Köln erfährt.“ Und wie das so ist, wenn man einmal auf die Erfolgsspur eingebogen ist – DFB-Sprecherin Annette Seitz erinnert sofort an den europaweiten Rekord für ein Frauen-Vereinsspiel: „Am 5.Mai 2008 sahen 24.582 Zuschauer das englische Cupfinale zwischen Leeds United und Arsenal London; diese Zahl liegt jetzt in Reichweite.“ Ein wenig weiter ist noch der Weg zum Weltrekord für Vereinsspiele, bei dem vor einem Jahr 28.211 Besucher in den MSV-Arena strömten, um das UEFA-Finale zwischen dem FCR 2001 Duisburg und dem russischen Meister aus Perm zu erleben. Die Löwinnen können also erneut dabei sein, wenn wieder einmal ein Rekord im Frauenfußball fällt! DFB und die Stadt Köln tun auch alles, um die Fußballfans anzulocken und zu unterhalten: So wird es von morgens an rund um das Stadion jede Menge Veranstaltungen geben, von Mädchenturnieren über Mitmach-Module bis hin zu einem attraktiven Bühnenprogramm – allen voran sind hier die Höhner zu nennen (weitere Infos morgen). Die Finalkarten sind wirklich erschwinglich, kosten bekanntlich zwischen 15 und 30 Euro und sind über die DFB-Tickethotline (01805/ 110201) oder das DFB-Internet erhältlich (auf der FCR-homepage ist ein Link eingerichtet); die Tageskassen öffnen ab 12 Uhr. Genauso wie den Fans, bei denen also ganz offensichtlich das Endspielfieber steigt, ergeht es auch der Fußball-Prominenz, die der DFB um ein Statement gebeten hat; zwei Beispiele:  Silvia Neid, DFB-Trainerin: „Ich finde es gut, dass die Frauen ein eigenes Finale um den DFB-Pokal haben, weil Frauenfußball eine Sportart ist, die eine rasante Entwicklung nimmt, zu der es auch gehört, dass sie eine immer größere Wertschätzung genießt. Insofern ist es eine logische Folge, dass das Endspiel um den DFB-Pokal der Frauen ein eigenständiges Event ist.“

Und Silke Rottenberg, zweimalige Weltmeisterin, ZDF-Expertin und einst beim FCR im Tor: „Im Jahr der WM in Südafrika und der U 20-Frauen-WM in Deutschland und ein Jahr vor der Frauen-WM 2011 zieht es die Fans jetzt schon in die Stadien. Für den Frauenfußball werden wir beim Pokalfinale eine tolle Kulisse haben. Das schöne daran ist: Das sind alles Fußballbegeisterte, die nur wegen des Frauenfußballs kommen. Jede Spielerin, die das auf dem Rasen erlebt, kann sich glücklich schätzen dabei zu sein. So gesehen war es eine gute Entscheidung, mit dem Frauenfinale nach Köln zu gehen.“

Plan A: Erst Pokalsieg, dann Rathausfete

Alles ist also vorbereitet für ein rauschendes Fußballfest – und auch die Löwinnen haben ihren Fokus jetzt ganz auf diese Premiere und den Saisonhöhepunkt ausgerichtet. Und sollte die Titelverteidigung gelingen, möchte der FCR 2001 auch am Tag nach dem Finale mit Mannschaft und Fans noch einmal richtig feiern: Oberbürgermeister Adolf Sauerland hat ins Rathaus eingeladen und zusammen mit dem Trikotsponsor für den DFB-Pokal, „Rheinpower“ (DVV-Konzern), stricken die FCR-Verantwortlichen gerade an einem kleinen Fest-Programm. Von 14 bis 16 Uhr wird – Pokalsieg vorausgesetzt – auf dem Burgplatz gefeiert, mit Entertainer und Moderator Dirk Elfgen („Samba im Fuss“), mit DJ Detlef, mit Köpi, Rheinfels-Quelle und Sinalco zu zivilen Preisen sowie mit einem feuerroten offenen Doppeldeckerbus von LMS-Ticketservice, der die möglichen Pokalmeisterinnen zum Rathaus chauffiert. FCR-Pressesprecher Rainer Zimmermann verweist darauf, dass eine solche Aktion nicht selbstverständlich ist: „Diese Einladung auf den Burgplatz und ins Rathaus ist eine große Ehre; gelingt der sportliche Erfolg, wollen wir alle, Spielerinnen, Trainerstab, Funktionsteam und Fans, uns tags drauf mit einer tollen Party dafür bedanken.“ Guido Lutz, der FCR-Vorsitzende, und Spielführerin Inka Grings hoffen deshalb auf einen vollen Burgplatz und versprechen: „Die Mannschaft wird alles geben, um dieses erste eigene Frauenfinale zu gewinnen – und dann wollen wir mit möglichst vielen Fans feiern – Samstag im Stadion und Sonntag vor dem schönen Duisburger Rathaus: Bitte unterstützt uns dabei: In Köln und in Duisburg.“

Es wäre ein wunderbarer Saisonabschluss!

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Amateursportfotograf die (aus) Leiden schaft