Geschafft! FCR 2001 sichert sich im letzten Spiel die Vizemeisterschaft

Foto: M. Becker - FCR 2001 Duisburg

Duisburg (zi-). Der FCR 2001 Duisburg hat sich mit einem 2:1 (1:1)-Zittersieg beim FC Bayern München am letzten Spieltag die Vizemeisterschaft und die Qualifikation für die ChampionsLeague gesichert; es war ein Herzschlagfinale; denn der Siegestreffer fiel erst kurz vor Schluss – und der Verfolger FFC Frankfurt hielt im Fernduell beim 5:1 in Bad Neuenahr bis zur letzten Sekunde dagegen. Der entscheidende Faktor beim FCR war diesmal Simone Laudehr, die ein schönes Tor erzielte und auch das 2:1 mit ihrem tollen Einsatz vorbereitete. Freude auch bei Inka Grings: zum drittenmal nacheinander ist die FCR-Spielführerin Torschützenkönigin der Bundesliga, diesmal mit 28 Toren. Trotzdem gab es eine echte Hiobsbotschaft: Kurz vor der Pause verletzte sich Luisa Wensing schwer, es besteht der Verdacht auf eine Bänderdehnung oder einen -riss.
„Das war ein ganz brutales Foul von Isabell Bachor“, konnte sich FCR-Trainerin Martina Voss-Tecklenburg auch nach dem Spiel noch gar nicht beruhigen: „Es wäre jammerschade, wenn Luisa Wensing nach dieser tollen Saison nicht beim Saison-Höhepunkt in Köln dabeisein könnte.“ Im Tor begann der FCR wieder mit Uschi Holl und für Turid Knaak kehrte Jennifer Oster in die Startelf der Löwinnen zurück, die gleich mit viel Schwung begannen und deutlich machten, dass sie die Vizemeisterschaft aus eigener Kraft erringen wollten. Und schon nach sieben Minuten wurden die Bemühungen belohnt: Feiner Pass von Annike Krahn auf Simone Laudehr: 1:0! Weiter rollte der FCR-Express in Richtung Bayern-Tor und der nächste Treffer schien nur eine Frage der Zeit: Allein Inka Grings hatte zwei hundertprozentige Chancen (Kommentar FCR-Chef Guido Lutz: „Davon musst Du mindestens eine auch abschließen!“), Zählbares kam aber nicht dabei heraus – im Gegenteil: Kurz vor der Pause passierte, was in solchen Fällen fast zwangsläufig im Fußball passiert: Die Bayern bekommen einen, allerdings zweifelhaften, Freistoß zugesprochen, Melanie Behringer läuft an und verwandelt aus 18 Metern mit ihrer bekannt herausragenden Schusstechnik. Doch damit nicht genug: Wenig später dann die Verletzung von Luisa Wensing.

Wermelt vom Punkt: Ganz souverän

Die letzten 45 Minuten dieser Punktspiel-Saison begannen die Gäste wie den ersten Durchgang. Beherzt und engagiert; doch schon nach wenigen Minuten war dieser Schwung dahin und die Gastgeber bestimmten mehr und mehr das Geschehen – auch, weil dem FCR 2001 kaum noch überzeugende Offensiv-Aktionen zustande brachte. Als dann Lena Wermelt für Oster eingewechselt wurde, schien das auf eine weitere Sicherung der Abwehr und des Remis zu deuten – doch ausgerechnet Wermelt erzielt den entscheidenden Treffer, der alle Zweifel am zweiten Platz hinweg geblasen hat! Wieder hatte sich Laudehr in einer der wenigen überzeugenden Spielzüge der Löwinnen nach der Pause im Strafraum durchgesetzt, wurde dann aber umgeschubst. Wermelt schnappt sich die Kugel, verlädt Katrin Längert im Bayern-Tor und schießt überlegt ins rechte Eck ein. Kurz vor dem Abpfiff hat München noch eine gute Ausgleichschance, doch die FCR-Abwehr ist aufmerksam und konnte wenig später jubeln – doch Montag beginnt schon wieder die ganze Konzentration auf das Pokalfinale.

In der Spielanalyse zeigte sich die Cheftrainerin mit der ersten Halbzeit zufrieden: „Da waren wir klar überlegen, hätten allerdings mehr Tore schießen müssen. Kurz vor der Pause mussten wir dann aber zwei Rückschläge hinnehmen: Die Verletzung von Lulle – und den Freistoß, der wirklich völlig unberechtigt war. Dadurch sind wir etwas aus unserem Rhythmus gekommen, hatten keine Ruhe mehr und verloren auch etliche Zweikämpfe; doch am Ende hat es ja doch gereicht, Gott sei Dank!“

FCR: Holl; Wensing (46. Himmighofen), Hegering, Krahn, Popp; Oster (71. Wermelt), Kiesel, Maes, Laudehr; Grings, Ando (56. Knaak).

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Amateursportfotograf die (aus) Leiden schaft