Aufatmen beim FCR 2001: Kozue Ando darf Sonntag in der ChampionsLeague spielen

Gegen Potsdam hofft der FCR auf große Kulisse – Sieger darf nach Madrid

Duisburg (zi-). Zwei Tage vor dem ersten Halbfinale in der ChampionsLeague erreichte den FCR 2001 Duisburg eine erfreuliche Nachricht der UEFA: Kozue Ando ist ab sofort auch in der CL spielberechtigt!
In intensiven Verhandlungen zwischen der UEFA, der FIFA, dem japanischen Fußballverband, dem DFB, dem abgebenden Verein Urawa Red Diamonds und eben dem FCR-Vorstand wurden alle Fakten des Vereinswechsel der japanischen Nationalspielerin noch einmal abgeglichen – verständlicherweise unter höchstem Zeitdruck, aber mit dem in Duisburg erhofften Ergebnis: Alle Fristen sind im Winter beim Wechsel korrekt eingehalten worden, Kozue Ando darf am Sonntag um 14 Uhr spielen, wenn der FCR 2001 im ersten Semifinale auf Turbine Potsdam trifft.
Natürlich eine sehr erfreuliche Nachricht auch für FCR-Cheftrainerin Martina Voss-Tecklenburg, die nämlich erneut mindestens auf eine Stammspielerin verzichten muss: Luisa Wensing ist mit dem U17-Kader des DFB unterwegs – und ob Marina Hegering spielen kann, die weiter von einer Fersenverletzung geplagt wird, entscheidet sich vielleicht erst bei einem allerletzten Test am Spieltag.
Dabei wäre ein Einsatz schon wünschenswert – zumal die Trainerin auch bei diesen Spielen gegen den deutschen Meister und souveränen Tabellenführer der Bundesliga davon ausgeht, dass die Leistungen der Abwehrreihen entscheidend zum Erfolg beitragen werden: „Unsere Defensivarbeit wird wieder sehr wichtig sein; ich rechne auch in diesen beiden Spielen nicht mit sehr vielen Toren; man spricht immer von der Offensivstärke dieser beiden Mannschaften, doch haben sie auch die festen Abwehrreihen der Liga.“ Genauso wie ihr Potsdamer Kollege Bernd Schröder glaubt Voss-Tecklenburg, dass am Sonntag noch keine der beiden Mannschaften einen entscheidenden Vorsprung herausspielt – dafür sei halt das Niveau der Teams zu ähnlich. Mit dieser Erkenntnis verbindet die Löwinnen-Trainerin aber direkt einen wichtigen Appell: „Wir brauchen, genauso wie im DFB-Pokalspiel, die tolle Unterstützung unserer Fans, damit wir in diesem ersten Durchgang ein möglichst optimales Ergebnis erzielen können.“
Das Rückspiel wird dann am 18.April, ebenfalls um 14 Uhr, in Potsdam angepfiffen; der Gesamtsieger darf am 20.Mai in Madrid um den CL-Pokal spielen, entweder gegen Lyon (Frankreich) oder gegen Umea (Schweden). Welche Bedeutung beim Anpfiff am Sonntag um 14 Uhr durch die tschechische Unparteiische Dagmar Damkova der aktuelle Leistungscheck der beiden Teams vom vergangenen Mittwoch spielen wird, ist natürlich schwer einzuschätzen. Das 7:0 von Potsdam gegen den DFB-Pokalfinalisten Jena ließ zumindest aufhorchen – und wird von Turbine-Torjägerin Anja Mittag so eingeschätzt: „Viele Tore zu schießen, das gibt Selbstvertrauen.“
Martina Voss-Tecklenburg, deren Team in Neuenahr beim 3:1 sozusagen seine Pflichtaufgabe erfüllte, ordnet den Erfolg der Turbinen so ein: „Man darf nicht vergessen, dass der erste Treffer erst kurz vor der Pause fiel – und später war es für Jena sicher schwer, sich noch auf dieses Spiel zu konzentrieren. Die Mannschaft denkt mit Sicherheit schon an das DFB-Pokalfinale am 15. Mai.“
Da wollen selbstverständlich auch die Löwinnen glänzen, doch Sonntag geht es erst einmal um eine ganz besondere Herausforderung, an die auch der FCR-Vorsitzende Guido Lutz noch einmal erinnert: „Wir hoffen, dass noch mehr Besucher ins PCC-Stadion kommen als beim DFB-Halbfinale; denn schließlich spielen wir hier um den Einzug in das erste CL-Finale der Frauen; denn so etwas hat es bekanntlich noch nie gegeben.“  Um den Fans die Entscheidung noch ein wenig zu erleichtern, wurden sogar die Eintrittspreise nicht erhöht: Eine Tribünenkarte kostet also elf, eine Stehplatzkarte lediglich acht Euro.

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Amateursportfotograf die (aus) Leiden schaft