FCR 2001 fährt zuversichtlich zum Topspiel: „Wir werden uns etwas einfallen lassen“

Cheftrainerin Voss-Tecklenburg appelliert an die Fans: „Mehr Gelassenheit“

Martina Voss-TecklenburgDuisburg (zi-). Zusammen mit vielen Spielerinnen und Fans aus Duisburg hat sich FCR-Cheftrainerin Martina Voss-Tecklenburg am Sonntag den 5:1-Sieg von Turbine Potsdam in Essen angeschaut – und ist trotz des klaren Ergebnisses am Ende durchaus zuversichtlich nach Hause gefahren: „Natürlich ist Potsdam eine toll besetzte, spielstarke Mannschaft, aber ich habe auch gesehen, wo man eventuell am Mittwoch ansetzen kann.“

Voss-Tecklenburg spielt damit auf die Anfangsphase dieses Spieles an, in dem die Essenerinnen sicher etwas überraschend in Führung gegangen waren und anschließend eigentlich das 2:0 hätten machen müssen: „Dann hätten wir sicher ein anderes Spiel gesehen.“ Das räumt indirekt auch Bernd Schröder ein, der Trainer des deutschen Meisters: „Beide Spiele an diesem Wochenende, nämlich die Begegnung Duisburg gegen Frankfurt und auch unser Spiel, waren spielerisch sehr zerfahren; da müssen und da können wir bis Mittwoch noch deutlich zulegen.“

Im Video-Gespräch mit der homepage des FCR 2001 (fcr-01.de) lehnt Schröder trotzdem die Favoritenrolle für das absolute Topspiel der Bundesliga am Mittwoch, 18 Uhr, Karl-Liebknecht-Stadion in Potsdam, ab: „Ich sehe uns nicht im Vorteil.“ Der Meistertrainer verweist dann aber doch auf die beeindruckenden Fakten: „Wir haben die wenigsten Gegentore kassiert und im Schnitt viermal pro Spiel getroffen. Außerdem haben wir als einziger Bundesligist noch kein Spiel verloren.“

Viermal Löwinnen gegen Turbine

Diese Statistiken kennt die FC-Trainerin natürlich auch, sie appelliert aber auch leidenschaftlich an die eigenen Fans: „Ich wünsche mir ein wenig mehr Gelassenheit. Unsere Anhänger neigen manchmal dazu, nach einer Niederlage gleich alles zu verdammen – dabei hatten wir bis zum Samstag rund elf Monate lang nicht verloren.“

Natürlich ärgert sie die Niederlage auch, aber: „Uns hat etwas die Frische gefehlt, um in den wichtigen Momenten den nötigen Druck aufzubauen; aber Frankfurt hat sein Defensivkonzept auch sehr clever vorgetragen.“

Am Mittwoch wollen Trainerteam und Mannschaft nun alles tun, damit die Meisterschaft noch spannend bleibt – außerdem würde ein Sieg auch den 2.Platz festigen, der zur Teilnahme an der CL in der nächsten Saison berechtigt. Fehlen werden bei diesem Vorhaben definitiv Turid Knaak und Hasret Kayikci, die bei der U19-Nationalmannschaft sind, und leider auch Marina Hegering, die wegen ihrer hartnäckigen Verletzung an der rechten Ferse zwei bis drei Wochen ausfällt.

Doch Bangemachen gilt nicht, betont die Cheftrainerin: „Wir haben keinen Grund, uns vor Potsdam zu verstecken, wir müssen nur unsere eigene Qualität auf den Platz bringen – und da werde ich mir noch etwas ausdenken.“

Doch selbst wenn es nicht klappen sollte mit der ersehnten Meisterschaft – Martina Voss-Tecklenburg erinnert zu Recht daran, dass die Löwinnen noch auf zwei weiteren Hochzeiten tanzen, nämlich im ChampionsLeague-Halbfinale (Termine sind der 10./11.April in Duisburg und der 17./18. April in Potsdam) und in der Vorschlussrunde im DFB-Pokal (Ostersamstag, 13 Uhr, PCC-Stadion) – und in allen vier Begegnungen ist bekanntlich Potsdam der Gegner. Mal sehen, wer am Ende der niederrheinisch-brandenburgischen Fußball-Festtage die Nase vorne hat.

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Amateursportfotograf die (aus) Leiden schaft