FCR 2001 Duisburg vs. FF USV Jena 3:0

Nach 3:0-Sieg gegen Jena sind die Löwinnen

Spitzenreiter der Bundesliga – Potsdam spielte nicht

Jetzt gilt alle Konzentration der Partie gegen Arsenal am Mittwoch

Duisburg (zi-). Der FCR 2001 Duisburg hat mit einem verdienten

3:0 (1:0)-Sieg am 15.Spieltag die Tabellenführung in der Frauenfußball-Bundesliga übernommen – allerdings nur, weil das Spiel des deutschen Meisters Potsdam in Hamburg ausgefallen ist.

Und diese Gefahr bestand auch für die Begegnung FCR gegen Jena, weil der Rasenplatz im PCC-Stadion nicht zu bespielen war. In einem wahren organisatorischen Kraftakt schafften es die Geschäftsstellen-Mitarbeiter und die ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen der Löwinnen aber, das Spiel auf den Kunstrasenplatz der Vereinsanlage an der Mündelheimer Straße zu verlegen. Da diese Entscheidung erst am Samstag gefällt wurde, konnten natürlich nicht alle Fans rechtzeitig informiert werden – immerhin waren einige Helfer am PCC-Stadion mit einem Routenplan postiert worden, um den Besuchern die Anreise nach Huckingen so leicht wie möglich zu machen.

Damit das Spiel aber überhaupt angepfiffen werden konnte, war auch die Zustimmung des Gastes erforderlich, was Cheftrainerin Martina Voss-Tecklenburg bei der Pressekonferenz nach dem Spiel zunächst einmal angemessen würdigte: „Ich möchte mich bei den Helferinnen und Helfern, aber auch beim Gegner bedanken; denn wenn wir nicht gespielt hätten, wäre unser sowieso schon große Termindruck noch extremer geworden.“

Nicht extrem, aber angespannt war auch die Personalsituation beim FCR 2001: Durch die Verletzungen von Hegering und Laudehr rutschte Irini Ioannidou in die Startelf – und bildete mit Neu-Nationalspielerin Alexandra Popp ein munteres Pärchen auf der linken Außenbahn. Im zentralen Mittelfeld agierten Kiesel, Maes und Kozue Ando. Der japanische Neuzugang, der sich dort sichtlich wohler fühlte als auf Linksaußen, wo sie in Essen spielte, bot eine sehr engagierte Leistung und wurde auch mit dem 1:0 – und somit ihrem ersten Heimspieltor – belohnt.

Da waren schon 39 Minuten gespielt und außerdem fiel das Tor nach einem Standard – beides irgendwie bezeichnend; denn Jena hatte bis dahin das Konzept von Trainerin Heidi Vater punktgenau befolgt: „Wir wollten den Spielfaden der Duisburgerinnen so gut wie möglich unterbrechen; denn sonst hast du gegen diese spielstarke Mannschaft keine Chance.“ Und diese sehr defensive und ein wenig destruktive Spielweise führte zunächst auch dazu, dass es kaum Torchancen gab – dafür aber jede Menge Standards. Und nach einer der vielen FCR-Ecken und einem energischen Volleyschuss von Inka Grings wuchtete Ando den Ball unter die Latte.

Damit war ein der Bann gebrochen – und Voss-Tecklenburg lobte hinterher ihre Mannschaft: „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass sie sich auf ein Geduldsspiel einstellen muss – und diesmal haben die Spielerinnen auch nicht so schnell die Geduld verloren wie in Essen.“

Zwei Tore von ‚Osti’!

Dem kann man nur zustimmen; denn auch nach der Pause blieb die Abwehr um die erneut überragende Annike Krahn aufmerksam und nach vorne spielten die Löwinnen geduldig weitere Chancen heraus, von denen Jennifer Oster in hervorragender Manier zwei zum Endstand von 3:0 verwandelte – ausgerechnet „Osti“, die „eigentlich in jedem Spiel zwei Tore machen müsste,“ wie die Cheftrainerin hinterher anmerkte: „Für sie freue ich mich sehr, sie hat es verdient.“

Und die Tore waren nicht nur wichtig, sondern auch noch hervorragend herausgespielt: In der 54. Minute traf Oster mit einem wunderbaren Heber und in der 75. Minute verwertete sie ein Weltklasse-Zuspiel von Femke Maes – jeweils aus halbrechter Position.

Wir brauchen jeden Fan!“

Das Schlusswort gehört der Trainerin: „Dieser Sieg war sehr wichtig – und jetzt konzentrieren wir uns 100prozentig auf die beiden Spiele gegen Arsenal London.“ Das ChampionsLeague-Hinspiel wird bekanntlich am Mittwoch um 19.30 Uhr in der MSV-Arena angepfiffen, und „da brauchen wir jeden Fan“, appelliert Martina Voss-Tecklenburg noch einmal an Duisburgs Fußballfreunde.

FCR: Holl;, Wensing, Krahn, Bresonik, Popp; Kiesel (70. Prießen), Maes; Oster, Ando, Ioannidou (56.. Knaak); Grings (70. Kayikci).

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Amateursportfotograf die (aus) Leiden schaft